„Verkabelte“ Bäume

Foto: Wille/Härtel

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Letzte Woche bekamen die Schwarmkünstler Besuch von Frau Wille und Herrn Härtel vom Verein Hilfe für hörgeschädigte Menschen in Niedersachen e.V.  Die beiden waren positiv

Foto: Wille/Härtel

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überrascht von der Schwarmkunstdynamik. Das gemeinsame Kunstschaffen von Hörgeschädigten und Gehörlosen, der Austausch und die fröhliche Stimmung fanden großen Anklang. Frau Wille und Herr Härtel wollen diesen Besuch gerne wiederholen. Die Schwarmkünstler würden sich sehr freuen. Vielleicht dann einmal draußen vor dem Kubus? Die Finger werden da zwar etwas kalt in dieser Jahreszeit, aber die Atmosphäre ist eine ganz besondere. hann2711gruppenacht

Beim Schwärmen am Freitag auf dem Kubus-Vorplatz wurden die Finger dann auch kalt, aber trotzdem ging es heiß her! Es war sozusagen „Full House“, denn ganz viele Schwarmkünstler waren gekommen. Sogar aus Oldenburg war eine Schwarmkünstlerin angereist! Stefanie, eine Freundin von Lea und Malte, hatte den weiten Weg auf sich genommen, um mitzumachen. Toll! Schade, dass Oldenburg nicht gleich um die Ecke liegt und Stefanie deshalb nur selten dabei sein kann!

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Am Samstag hatten die Schwarmkünstler viel mit Reparaturen zu tun. So, wie es aussah, war versucht worden, eine Puppe zu stehlen. Der Diebstahl misslang. Dafür ist die Puppe zu gut festgebunden gewesen. Aber es war doch einiges beschädigt worden. Ärgerlich! Ansonsten schwärmte es sich aber schön an diesem kalten Tag. Die Schwarmkünstler haben begonnen, Kabel zwischen die Bäume zu weben. hann2711bäumeNatürlich wurden die Bäume vorher mit Schutzmaterial umwickelt! Eine weitere Puppe ist in dieses Baum-Kabel-Geflecht bereits eingearbeitet worden. Es sieht schon super aus!
Viele Passanten bleiben mittlerweile stehen, stellen Fragen und diskutieren mit den Schwarmkünstlern. Die Kommentare sind überwiegend positiv. Bei einigen Betrachtern sorgten die Kunstpuppen aber auch für gemischte Gefühle. So gingen die Assoziationen von „Verwicklungen“, „Keinen Ausweg finden“, „Unter Strom stehen“, „Erschlagen von der Technik“ bis hin zu „Kriegsopfer“. Es ist immer wieder interessant, was Kunst bei den Betrachtern auslösen kann. Die Kunstvermittlung hat auch bei der Schwarmkunst einen großen Stellenwert und darf nicht fehlen. Wir freuen uns auf die weiteren Gespräche mit den Passanten in den nächsten Wochen.

Foto: I. Paul

Foto: I. Paul

Die hörenden Schwarmkünstler freuen sich auch, an jedem Schwarmkunsttag drei neue Gebärden von den hörgeschädigten Schwarmkünstlern zu lernen. „Hannover“, „blau“ und „Donnerstag“ war besonders leicht zu lernen. Für diese Begriffe gibt es in der Gebärdensprache insgesamt nur ein Zeichen. Bei „Bitte!“, „Danke!“ und „lieb“ sieht die Sache schon anders aus. Kerstin freute sich diese Woche, denn die Hörgeschädigten hatten eigens für sie ein Zeichen kreiert. Jetzt weiß Kerstin, dass sie gemeint ist, wenn eine Mütze gezeigt wird: Kerstin, die Frau mit der Mütze!

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