Der Ansturm

„Die lange Nacht…“ war wirklich eine lange Nacht! Und eine anstrengende, chaotische, erfolgreiche und wunderbare Nacht! Aber der Reihe nach:

Bleistiftgeflecht

Los ging es noch ganz gesittet. Um 17.00 Uhr erscheinen die geladenen Gäste (Familie, Galeristen, Sponsoren), um ein wenig zu feiern und sich als Schwarmkünstler zu probieren. Die begeisterten Gesichter zu sehen, ist wunderbar und macht Lust auf mehr. Aber das ist nur die Ruhe vor dem Sturm!

a-familie mit papa

Das Aufsichtspersonal, das eigentlich um 17.30 Uhr kommen sollte, ist weit und breit nicht zu sehen, dafür aber draußen auf der Straße vor den noch verschlossenen Türen eine lange Schlange von wenigstens 200 Kunstinteressierten. Dem atelier-dreieck-Team wird schon ein wenig bange. Wird es gelingen, diesen Zustrom zu ordnen?
Eine Stunde später ist vom

Aufsichtspersonal immer noch keine Spur zu sehen. Trotzdem werden jetzt die Türen geöffnet und 300 Besucher schwappen wie eine große Welle in den Saal. Hilfe! Aber angesichts dieser Menschenmassen unsere Pläne verwerfen? Kommt nicht in Frage! Susanne hält eine tolle Einführungsrede und erntet dafür begeisterten Applaus. Nun wollen alle Besucher auch Schwarmkünstler werden, gieren nach Informationen dazu und stürzen sich auf Silke, die zwar nur 16 Sitzplätze vorgesehen hat, nun aber plötzlich von mindestens 50 Interessierten „umschwärmt“ und quasi verschluckt wird. Und so ward Silke den

ganzen Abend nicht mehr gesehen, denn der Strom der Besucher reißt nicht ab.Bestimmt 500 Mal erklärt Silke (und auch Susanne neben ihren vielen Kunsteinführungen), wie Draht und Bleistifte miteinander verzwirbelt werden. Tapfer! So etwas nennt man „sich den Mund fusselig reden!“
Die so in die Technik des Bleistifteflechtens eingewiesenen Schwarmkünstler finden sich jetzt bei Kerstin wieder, die ihnen an der noch freien Wand des Network-PencilRooms zeigt, wie und wo die Bleistifte eingeflochten werden können. Auch hier ist es ein wahres Besuchergewimmel, und Kerstin weiß bald nicht mehr, wo ihr der Kopf steht. Nebenbei gibt sie auch noch Autogramme und Interviews! Von „geordneter“ Schwarmkunst kann bald keine Rede mehr sein. Etliche Schwarmkünstler bekommen in dem Gewusel nicht mehr mit, wie es gehen soll, und flechten ihre Bleistifte begeistert in eigentlich schon fertige Wände ein. Das reinste Chaos, aber auch diese so nicht geplante Schwarmkunst hat durchaus ihren Charme!

Lange Nacht...kurz vor dem Beginn

Irgendwann sind die vorbereiteten gebohrten Bleistiftvorräte alle. Das bedeutet, dass bis dahin bereits 500 Schwarmkünstler mitgeflochten haben! Unglaublich! Aber es kommen ja immer noch mehr, und Jan, der an diesem Abend das „Mädchen“ für alles ist, bohrt heldenhaft Bleistifte, was das Zeug hält!
Mit Fingern, schwarz von den Bleistiftminen, fließt der Strom der Schwarmkünstler dann weiter zu Ellen und Elina, die die „Spitzen-Schwarmkunst-Urkunden“ mit dem jeweiligen Namen versehen und an die „Schwärmer“ vergeben, die damit nun ihre Eintrittskarte für den Network-PencilRoom in den schwarzen Händen halten. Dort steht Uwe an der Tür wie ein Fels in der Brandung und passt auf, dass alle einzeln den BleistiftRaum betreten und nichts aus Versehen beschädigen.

Es geht zu wie auf einem belebten Marktplatz! Ganze Busladungen von Besuchern der „Langen Nacht…“ werden hereingeschwemmt. Wie ein  Marktschreier ruft Susanne auf zu den Kunstführungen! Es ist schön zu merken, dass sich die Menschen auch im digitalen Zeitalter noch gerne etwas erzählen lassen. „Ich …  ließ mir Bleistift geben und Papier und zeichnete zu meiner großen Freude das ganze Bild so dämmernd warm, als es in meiner Seele stand.“ Der Weihnachtsbrief von Goethe war ein schöner Aufhänger, um den Menschen dieses Kunstobjekt aus Bleistiften näherzubringen.

Network-PencilRoom

Pausen, Essen, Trinken – das alles kommt für das atelier-dreieck-Team an diesem Abend viel zu kurz! Der Besucheransturm ist einfach zu gewaltig. Aber es macht trotzdem Spaß, für jeden Besucher ist ein Lächeln vorhanden. Die Stimmung ist bombastisch. Trotz der Massen ist es keine Massenabferigung. Die Zeit vergeht wie im Flug.
Um 1.00 Uhr in der Nacht ist tatsächlich Feierabend! Alle sind fix und fertig, euphorisch und unglaublich froh, diesen Abend „gerockt“ und so viele Menschen glücklich gemacht zu haben. Aber mit so viel Adrenalin im Blut kann man ja noch nicht schlafen gehen, und so wechselt das Team den Schauplatz. In der Disco sind kaum weniger Menschen, aber dort wird nicht erklärt, eingewiesen, gebohrt und geflochten, sondern nur noch getanzt!
Um 2.30 Uhr ist dann tatsächlich Schluss. Alle sinken erschöpft in die Federn. Von was sie träumen in dieser und in den Folgenächten? Von Bleistiften und Schwarmkünstlern natürlich! Diesen Abend wird wohl keiner jemals wieder vergessen! Es war einfach unglaublich toll!

PL

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